Bildungsinhalte

Diese Bildungsinhalte möchten wir im Einklang mit den Fähigkeiten und Bedürfnissen der Kinder vermitteln:

„Ich glaube an Gott … und du?“

Religiöse Erziehung ist für uns kein vom Erziehungsgeschehen abgegrenzter Schwerpunkt, sondern durchdringt die gesamte pädagogische Arbeit im Alltag. Wir wollen ein grundlegendes Sinn- und Wertesystem stärken, das vom Kind als sinnvoll und hilfreich erfahren wird. Bei uns hat die religiöse Erziehung das Ziel, der Beziehung zu Gott im Sinne der biblisch-christlichen Überlieferung Raum zu geben, Verständnis und Akzeptanz gegenüber anderen Religionen zu schaffen und Kindern die Werte wie Gemeinschaft, Liebe und Vertrauen, Höflichkeit und Respekt vorzuleben.

„Wir gehören zusammen“

Jeden Tag ergeben sich für die Kinder neue Möglichkeiten, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. Doch häufig kommen sie dabei auch an Grenzen. Wir unterstützen die Kinder bei Konflikten. Nach und nach trainieren wir die Fähigkeiten, die für ein gutes Miteinander wichtig sind: Rücksichtnahme, Verständnis, Hilfsbereitschaft und Einfühlungsvermögen.

„Hilf mir, es selbst zu tun“

Ein grundlegendes Ziel unserer Erziehung ist, den Kindern Zeit und Raum zu geben, um lebenspraktische Aufgaben zunehmend selbstständig zu meistern. Hierbei begleiten uns Elemente aus der Montessori-Pädagogik, wie zum Beispiel das selbstständige Anziehen, um in den Garten zu gehen.

Projekte

Projektarbeit, bietet eine enorme Vielfalt von Lern- und Erlebnismöglichkeiten, die mit dem Entwicklungsstand des einzelnen Kindes im Einklang steht. Sie bietet eine besonders intensive Möglichkeit, Selbstständigkeit und Individualität zu entwickeln.

Projekte entstehen ausschließlich aus Initiativen, Betätigungswünschen und Ideen der Kinder. Während dieser Kinderkonferenzen, nutzen die Kinder die Möglichkeit, ihre Meinungen, Wünsche, Bedürfnisse und Ideen zu äußern und entscheiden sich bewusst für oder gegen gesammelte Projektvorschläge. Im Anschluss an die Kinderkonferenz finden die ersten Treffen in den Projektgruppen statt, in denen die Kinder miteinander einen Projektplan erstellen, die Projektbegleitenden assistieren und notieren die Ideen:

Was wollen wir wann machen und unternehmen?
Welche Ziele setzen wir uns, was wollen wir erfahren / herausfinden / lernen?
Brauchen wir Bücher und / oder Bilder?
Laden wir Eltern oder Fachleute ein?
Was wird für die Realisierung benötigt?
Wer übernimmt welche Aufgaben?
Welche Arbeitsschritte sollen stattfinden?

Oft wird dieser Plan von den Kindern mit gemalten Bildern, Symbolen oder Skizzen ergänzt. Ein abschließender Projektbericht sammelt die Ergebnisse für die Portfolios der Kinder.

„Komm, wir finden einen WORT-Schatz“ / Kunstbildbetrachtungen

Kinder können Sprache nur dann entwickeln, wenn sie genug Zuwendung bekommen, intensiven Kontakt zu anderen Menschen haben, Liebe und Wärme erfahren. Sie wird nur im sozialen Miteinander erlernt.
Sprache ist in unserer pädagogischen Arbeit die wichtigste Basis. Wir unterstützen die Kinder dabei, aktiv zuzuhören, die Fähigkeit und Motivation, ihre Gefühle und Bedürfnisse sprachlich auszudrücken, und die Entwicklung von vielfältigen nonverbalen Ausdrucksformen (Körpersprache, Mimik, Intonation) zu erkennen.

Kunstbilder fordern die Kinder auf eine außergewöhnliche Art und Weise heraus. Es entstehen interessante, oft philosophische Gespräche, gestische Darstellungen und schöpferisches Gestalten.
Wichtig ist uns weiterhin:
Kennenlernen verschiedener Maler und Epochen
Ausprobieren diverser Techniken
Arbeiten an Staffeleien
Arbeiten mit verschiedensten Materialien
Verbindung mit Museumsbesuchen
Wir nehmen uns Zeit, ein Bild zu betrachten. Inmitten der Reizüberflutung verweilen wir, um nur zu betrachten. Ein Bild Stück für Stück, Detail für Detail aufzudecken lässt gebannte Faszination erleben.
Wie die Projektarbeit ist auch die Methode der Kunstbildbetrachtung eine gute Möglichkeit, inklusiv zu arbeiten. Jedes Kind kann hier sein Potential auf unterschiedlichstem Niveau entfalten.

„Wir halten uns fit und gesund“

Einmal in der Woche gehen wir zum Sport in die Turnhalle der Philipp-Melanchthon-Schule. In 14-tägigem Rhythmus finden Natur-und Waldtage statt, in denen wir unsere Umgebung erkunden. So werden unter anderem konditionelle Fähigkeiten und Ausdauer trainiert, Neugier auf neue Bewegungsabläufe und motorische Herausforderungen entwickelt und durch die Bewegung an der frischen Luft, die Abwehrkräfte gestärkt. Hierzu gehört auch ein Grundverständnis über die Bedeutung von Hygiene und Körperpflege zu erwerben, zur Vermeidung von Krankheiten und zur Steigerung des eigenen Wohlbefindens.

„Das ICH ist vor allem ein Körperliches“ (Sigmund Freud)
Zu einer gesunden Identitätsentwicklung gehört auch die kindliche Sexualität. Kinder wollen sich selbst spüren, entdecken und wahrnehmen. Ob beim sommerlichen Planschen im Garten, Zuschauen beim Wickeln oder Doktor spielen. Sie sind neugierig und interessiert an Anderen, wollen die Unterschiede entdecken und erforschen. Dies in einem geschützten Rahmen zuzulassen und zu ermöglichen, ist sehr wichtig für die kindliche Entwicklung. Kinder lernen sich selbst und andere zu akzeptieren.Wir achten dabei darauf, dass die Grenzen der Kinder untereinander eingehalten werden. Unser Kinderschutzkonzept

In jeder Gruppe gibt es einen Obstkorb. Dieser wird wöchentlich von einer Familie der Löwen-, bzw. Dinokinder gefüllt. Gemeinsam wird das Obst und Gemüse geputzt und zum Verzehr vorbereitet. So können die Kinder Essen als Genuss mit allen Sinnen erleben.

Wir achten unsere Natur

Umwelterziehung wird in unserem Alltag praktiziert. Dazu gehören zum Beispiel die richtige Mülltrennung und der sorgsame Umgang mit Pflanzen. In jedem Jahr bepflanzen wir unseren Außenspielbereich mit Blumen und Kräutern, um auch auf diese Weise den Kindern das ganze Jahr hindurch die Natur bewusst erlebbar zu machen.

Freispiel oder Spielen ist Lernen

Im Freispiel stehen den Kindern viele Möglichkeiten offen. Sie können zwischen verschiedenen Spielbereichen wählen und entscheiden, mit wem und was sie spielen möchten. Die Kinder üben, sich selbst eine Beschäftigung zu suchen, und können ihren jeweiligen Wünschen, Bedürfnissen und Fähigkeiten nachkommen. Sie planen ihre Zeit und lernen, dass das Aufräumen dazugehört. Es bilden sich Freundschaften, die gehalten und vertieft werden können. Im Spiel mit anderen Kindern lernen Kinder selbstbestimmt und erwerben in der Kommunikation und im Zusammenleben mit anderen Kindern lernmethodische Kompetenzen und wichtige soziale Fähigkeiten. Im Spiel während der Freispielzeit entstehen in Gesprächen unter den Kindern immer wieder Impulse für neue Projekte, die dann in einer Kinderkonferenz vorgestellt werden. Auch das freie Spiel im Garten hat in dieser Zeit seinen Platz, ebenso wie kleine Angebote, an denen die Kinder aus eigener Entscheidung teilnehmen.

Experimente aus der belebten und unbelebten Natur

Experimente werden z. B. mit unterschiedlich großen Kindergruppen durchgeführt, wenn Kinder Hypothesen aufstellen, die bewiesen oder widerlegt werden müssen oder wenn aktuelle Beobachtungen und Geschehnisse dazu auffordern. Naturwissenschaftliche Bildung beinhaltet für uns das Heranführen an Naturphänomene und die Vermittlung biologischer, physikalischer und chemischer Erscheinungen, wenn Kinder neugierig nachfragen und ausprobieren (wollen). Wir orientieren uns an den Ansätzen von Dr. Gisela Lück, Professorin für Didaktik der Chemie an der Universität Bielefeld, die sich schwerpunktmäßig mit der Naturwissenschaftsvermittlung im Vorschulalter beschäftigt.

Mathematik

Wir möchten gerne die vorhandene Neugier nutzen und den natürlichen Entdeckungsdrang der Kinder hinsichtlich des Umgangs mit Zahlen, Mengen und geometrischen Formen wecken. Wir bieten unseren Kindern eine umfangreiche Sammlung an Spielen und unterschiedlichsten Materialien rund um den Bereich Mathematik, damit sie sich im freien Spiel mit dem Thema bewusst und intensiv auseinandersetzen können. Nicht nur rein kognitive Momente der Mathematik stehen im Vordergrund, sondern meist eine ganzheitliche Erfahrung mit Zahlen, Formen, Gewichten und Mengen. Dazu gehört zum Beispiel das Schütten und Gießen in unterschiedlich große Behälter, das Wiegen und Messen und das Erkennen unterschiedlicher Merkmale verschiedener Formen.

„Ich komme bald in die Schule“

In regelmäßigen Treffen werden aktuelle Themen der Kinder im letzten KiTa –Jahr und jahreszeitliche Inhalte aufgegriffen und vertieft. In dieser Zeit finden Angebote und Projekte statt, die höhere Anforderungen an die Kinder stellen und ihren Wünschen, Bedürfnissen und Fähigkeiten gerecht werden.
Um bei Streitigkeiten anderen Kindern helfen zu können, erarbeiten die Kinder ein Streithelfermodell (M. u. t. – Miteinander umgehen trainieren). Sie lernen, wie man sich in Konfliktsituationen verhalten kann und zu einer gemeinsamen Lösung findet. Kinder erfahren, welche Gefühle bei einem Konflikt mitspielen und wie sie sie erkennen können.

Alle Großen profitieren vom Würzburger Sprachprogramm „Hören, Lauschen, Lernen“. Ziel ist es, die Kinder auf den Schriftspracherwerb vorzubereiten. Zum Erwerb der deutschen Sprache unterstützen wir Kinder mit Migrationshintergrund in Zusammenarbeit mit der Schule. Wöchentlich stattfindende Vorkurse werden durch die Schule angeboten. Wir pflegen Kontakt zu den Kooperationsschulen, die wir drei Mal im Jahr mit den Kindern zu Schnupperstunden, Theater-Aufführungen oder Bastelstunden besuchen.

Partizipation

Mitbestimmung der Kinder wird bei uns groß geschrieben. Unsere Kinder werden an den Entscheidungen beteiligt, die sie selbst, ihre Gruppe und den gesamten Kindergarten betreffen, zum Beispiel bei der Auswahl der Projektthemen oder der Mitgestaltung von Festen und Feiern.

In regelmäßig stattfindenden Kinderkonferenzen erarbeiten die Kinder gemeinsam Regeln und Grenzen, Konflikte werden gemeinschaftlich gelöst. Hier lernen die Kinder, einander zuzuhören und sich zu behaupten. Ziel ist es, Meinungen anderer zu akzeptieren und Entscheidungen mit zu tragen, die man selber nicht bejaht, die aber gruppenorientiert beschlossen wurden.

Zweck der Kinderkonferenzen:
Partizipation
Sich selbst und andere eigenständige Persönlichkeiten begreifen
Gegenseitige Achtung
Verständnis füreinander
Soziales Lernen
Eigene Themen / Interessen finden und mitteilen
Gesprächsregeln einüben
Voneinander lernen

Zum Wochenbeginn findet mit allen Kindern der Morgenkreis statt. Wir begrüßen uns mit einem Lied. Die Kinder nehmen sich gegenseitig wahr, besprechen, was in dieser Woche geschehen wird und haben die Möglichkeit, kurz von Erlebnissen des Wochenendes zu erzählen. Damit fördern wir:

Aufmerksamkeit und Konzentration
Sprache
Wissensaneignung
Musikalität
Stärkung des Selbstbewusstseins
Kommunikationsregeln
Entwicklung des Sozialverhaltens

Beobachtung und Dokumentation

Intensive Beobachtungen sind nötig um Antworten auf beispielsweise folgende Fragen zu finden:
Fühlen sich die Kinder in unserer Kindertagesstätte wohl?
Wie entwickeln sie sich?
Was, wieviel und wie (gerne) lernen sie?
Welche Themen sind für sie aktuell von Bedeutung?
Wie geben wir als Begleitende dem Kind die Chance, auf Stärken aufzubauen und neue, weiterführende Erfahrungen zu ermöglichen?

Beobachtungen werden schriftlich notiert und zum Teil mit Fotos dokumentiert, um Entwicklung und Lernen von Kindern systematisch zu erfassen. Ergänzend wird für jedes Kind im PERIK-Beobachtungsbogen die positive Entwicklung und Resilienz im Kindergartenalltag dokumentiert. Mit dem SELDAK-Bogen wird der Sprachstand der Kinder mit deutschsprachiger Herkunft und mit dem SISMIK-Bogen der Sprachstand der nicht deutschsprachigen Kinder erfasst. Alle drei Bögen sind vom Staatsinstitut für Frühpädagogik entwickelte Beobachtungsinstrumente.